Donnerstag, 09. September 2010   
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Haiti: Orden an vorderster Front PDF Drucken E-Mail
Das Netzwerk der kirchlichen Hilfswerke hilft den Erdbeben geschädigten Menschen auf Haiti

Papst Benedikt XVI. hat dem Präsidenten der Haitianischen Bischofskonferenz, Louis Kébreau, am 23. Jänner 2010 in einem persönlichen Brief seine tiefe Anteilnahme ausgedrückt. Die Opfer des Erdbebens, das in der vergangenen Woche schätzungsweise über 100.000 Menschen das Leben gekostet hatte, sollten seiner inneren Verbundenheit und seines Gebets versichert sein, so Benedikt. Dass der Schlüssel zu erfolgreicher Soforthilfe in der Zusammenarbeit der örtlichen Kirchen liegt, hat unterdessen der Pressesprecher von Caritas Internationalis, Patrick Nicholson, im Gespräch mit Radio Vatikan verdeutlicht:

„Wir versuchen, ein Netzwerk mit Hilfe der örtlichen Kirche aufzubauen. Dabei helfen Pfarrer aus Kirchengemeinden mit. An dieser Stelle zeigt sich die Stärke unserer Arbeit bei Caritas Internationalis und auch die Stärke der Kirche als solcher. Wir sind von vorn herein als Gemeinschaft aktiv. Die Priester kennen die einzelnen Familien und wissen, wer welcher Unterstützung bedarf. Durch dieses Netzwerk kommt die Hilfe direkt zu denjenigen, die sie am meisten brauchen.“

Die Kirche verfügt in diesem geprüften Land über ein ungewöhnlich dichtes Netzwerk. Ordensleute und Priester leisten bereits seit Beginn der Katastrophe persönliche Hilfe. Wo immer möglich, gewähren Kirchen, Klöster und kirchliche Einrichtungen den Opfern Obdach, Essen und seelischen Beistand. Unzählige müssen den Tod ihrer Angehörigen verkraften. Die meisten verloren innerhalb Sekunden ihre Lebensgrundlage durch das Erdbeben

Das Beben forderte nach Angaben des Nuntius von Haiti, Erzbischof Bernardito Auza, auch viele Opfer unter Seminaristen und Priestern: „Von den Schulen und Kirchen, die wir gesehen haben, ist keine stehengeblieben. Die Kathedrale ist ganz zerstört. Aus dem Erzbischöflichen Ordinariat werden noch die Leichen geborgen. Dasselbe gilt für das große Priesterseminar.“

Partner vor Ort: Caritas und Orden

Folgende in Österreich vertretene Ordensgemeinschaften arbeiten in Haiti und sind im Wiederaufbau des Landes stark engagiert: Salesianer und Don-Bosco-Schwestern, Verein Jugend Eine Welt, Franziskaner, Marianisten, Barmherzige Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul, Kamillianer, Jesuiten, Lazaristen, Oblaten des hl. Franz von Sales, Redemptoristen, Missio - Missionaries of Charity, Kirche in Not.

Gemeinsam mit einheimischen Partnern laufen die ersten Hilfsmaßnahmen an. Caritas Haiti und die Orden in Port-au-Prince kennen ihr Land und wissen, wo die Hilfe am nötigsten ist.


Eine Information der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für Entwicklung und Mission vom 27. Jänner 2010

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 30. Januar 2010 )