| Buchtipp: Glaube, der nach Freiheit schmeckt |
|
|
|
![]() Andreas Knapp/Melanie Wolfers Glaube, der nach Freiheit schmeckt Pattloch-Verlag, München 2009.
Beide Autoren scheuen nicht die Begegnung mit „Zweiflern und Skeptikern wie auch Christinnen und Christen, die ihren Glauben tiefer verstehen wollen“. Im Gegenteil, sie sehen das als besondere Herausforderung und vertreten offensiv einen „Glauben, der nach Freiheit schmeckt“. Ihre Grundfrage lautet: Wie kann der Glaube an Gott, der dem Menschen seit seinen Anfängen in die Wiege gelegt ist, als Grundlage menschlicher Emanzipation verstanden und gelebt werden? In sieben Kapiteln („Tagen“) diskutieren sie, ausgehend von den Thesen des Atheisten Richard Dawkins, auf dem Hintergrund des naturwissenschaftlichen Weltbildes und des modernen Lebensgefühls Grundfragen des Glaubens in einer erfrischend zeitgemäßen Sprache. Die Gespräche, die auch einen Einblick in ihren persönlichen Alltag als Ordensleute geben, münden in die zentralen Fragestellungen des Buches: Kann der Mensch auf Religion verzichten? Fördert Religion Gewalt? Lassen sich Evolutionstheorie und Schöpfungsgedanke miteinander vereinbaren? Wer ist Jesus von Nazareth und warum fasziniert er bis heute so viele Menschen? Das Buch regt an, über das eigene Leben nachzudenken. Welche Orientierung kann uns der Glaube in einer pluralen und unübersichtlichen Welt geben? Wie gehen wir mit der Würde und Last der Freiheit um, mit Erfahrungen erlittenen Unrechts, mit Leitung und Autorität, Leid und Tod? Die Lektüre dieses auch humorvoll geschriebenen Buches ist befreiend. Man kann es durchaus auch kritischen Zeitgenossen, ohne rot zu werden, in die Hand geben. s.b. |
|
| Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 13. Januar 2010 ) |







zurück
nach oben