Propstei St. Gerold P. Kolumban Reichlin OSB wurde am 25. August 2009 als neuer Propst der Propstei St. Gerold in Vorarlberg eingesetzt. Sein Vorgänger P. Nathanael Wirth hatte die Propstei 50 Jahre lang geführt. Die Propstei St. Gerold liegt im Großen Walsertal und gehört seit dem 10. Jahrhundert zum Kloster Einsiedeln. 1958 wurde sie in eine offene Begegnungsstätte umgewandelt und ist heute ein religiöses, soziales und kulturelles Zentrum. Missionsschwestern vom Kostbaren Blut Sr. Johanna Maria Wagner CPS übernahm mit Ende September 2009 als Provinzoberin die österreichische Provinz der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut. Die Provinz mit dem Hauptsitz Wernberg in Kärnten sowie Vertretungen in anderen Bundesländern sowie in Rumänien zählt derzeit 82 Schwestern.
TrinitarierschwesternSr. Evangelista Maria Käfer OSST ist seit 1. September 2009 Oberin des Instituts der Allerheiligsten Dreifaltigkeit (Trinitarierschwestern) in Mödling. 90 Jahre Schwesterngemeinschaft Caritas SocialisMit einem Festgottesdienst in der Ordenszentrale in Wien 9. unter Leitung des Wiener Weihbischofs Dr. Helmut Krätzl feierte die Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis (CS) am 3. Oktober 2009 ihr 90-Jahr-Jubiläum. Gründerin war Hildegard Burjan (1883-1933), deren Seligsprechung in unmittelbarer Zukunft erwartet wird. „Hildegard Burjan gründete die ‚Caritas Socialis’, um die Liebe Gottes in der Gesellschaft spürbar zu machen - durch vielfältiges soziales Wirken“, betonte die Generalleiterin Sr. Maria Judith Tappeiner CS. Die Gründerin habe das mit einem „ganz modernen Gedanken“ verbunden: der nötigen Balance zwischen Aktiv-sein und Innehalten, zwischen Einsatz für andere und Rückkehr zur Ruhe in Gott. Die Caritas Socialis setze die Idee Hildegard Burjans mit großer Innovationskraft fort und biete Menschen vom Beginn bis zum Ende des Lebens wertvolle Hilfe an. Rund 700 Schwestern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie jährlich rund 800 Praktikantinnen und Praktikanten sind in den CS-Werken tätig. Viele Ehrenamtliche unterstützen die Tätigkeit der CS. In den CS-Kindergärten und Horten, den Hilfs- und Beratungseinrichtungen sowie im Wohnheim für Mutter und Kind finden junge Menschen Hilfe. Alte, kranke und sterbende Menschen unterstützt die Schwesterngemeinschaft mit Einrichtungen, die Modellcharakter haben, wie das CS-Hospiz Rennweg oder Österreichs erste Wohngemeinschaft für demente Menschen. Aus Anlass des 90-Jahr-Jubiläums habe die Schwestern eine weitere innovative Einrichtung geschaffen. Am Hospiz Rennweg in Wien wird am 6. November 2009 der „Rote Anker“ eröffnet, eine Einrichtung, die Kindern und Jugendlichen, die mit dem Verlust eines geliebten Menschen konfrontiert sind, professionelle psychologische und therapeutische Begleitung bietet. Zudem gibt es ein eigens entwickeltes Schulprogramm für Kinder und Jugendliche für die Auseinandersetzung mit dem Ende des Lebens. Benediktiner-Priorat in Maribor wieder eröffnetP. Edmund Wagenhofer OSB, der frühere Erzabt von St. Peter in Salzburg, wurde vom Abt-Primas der Benediktiner für drei Jahre zum Prior-Administrator des wieder eröffneten Benediktiner-Priorats im slowenischen Maribor (Marburg) bestellt. Das Priorat war 1938 vom Stift St. Paul im Lavanttal als selbstständiges Priorat errichtet worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde P. Martin Kirigin OSB aus der Prager Abtei Emaus als Prior eingesetzt und gleichzeitig das Priorat in die 1945 neu gegründete Slawische Benediktinerkongregation eingegliedert. Nach der Enteignung des Priorats durch das Tito-Regime übersiedelte P. Kirigin nach Kroatien. Lediglich ein Benediktiner blieb in Maribor zurück. Nach der Restitution 1992 gab es Bestrebungen, das Priorat neu zu beleben, doch erst am 12. September 2009 wurde der Neubeginn möglich. Derzeit gehören dem Konvent drei Mönche an, darunter zwei Benediktiner aus Österreich. Gemeinsame Ordenskonferenz in WienRund 80 Oberinnen und Obere der Wiener Superiorenkonferenz und der Regionalkonferenz der Frauenorden in der Erzdiözese Wien und in der Diözese Eisenstadt trafen am 22. September 2009 zur gemeinsamen Ordenskonferenz im Wiener Kardinal-König-Haus zusammen. Dabei berichtete die Vorsitzende der Regionalkonferenz der Frauenorden, Generaloberin Sr. Petronilla Herl, über die Gründung der „Vereinigung der Katholischen Kindertagesheime“, der 250 verschiedene Gruppen aus den Ordenskindergärten Wiens angehören. (Weitere Informationen: www.superiorenkonferenz.at/kkth.). Der Vorsitzende der Superiorenkonferenz der Männerorden in Wien, Provinzial P. Lorenz Voith CSsR, stellte die gemeinsame Arbeit der Ordensgemeinschaften im vergangen Jahr vor. Hervorzuheben waren u. a. der Aufbau der „Gesprächinsel“, sowie die gemeinsamen Vorbereitungen der Orden für den laufenden Prozess von „Apostelgeschichte 2010“ in der Erzdiözese. In der Intensivwoche der Diözesanmission im Mai 2010 wird von den Orden eine ganze „Woche der offenen Tür“ angeboten. Daneben sind „Gemeinsame Gebete für die Stadt“ und eine verstärkte Medienarbeit auch außerhalb des innerkirchlichen Spektrums geplant. In der Erzdiözese Wien wirken derzeit 531 Ordenspriester und 216 Ordensbrüder/Studenten, sowie 1.470 Ordensschwestern. Zwei Hochschulen, diverse Schulen, Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Kindergärten und Schulvereine sowie Exerzitienhäuser werden von Ordensgemeinschaften getragen. Daneben arbeiten viele Ordensleute im sozialen Bereich bzw. in der Kultur, in Medien sowie in der Beicht- und Gesprächspastoral bzw. Individualseelsorge. Über 50 Prozent der Pfarrgemeinden in Wien werden von Ordensgemeinschaften geleitet. Die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Säkularinstitute Österreichs, Dr. Elisabeth Plach, stellte bei der Ordenskonferenz die Arbeit und die Strukturen der Säkularinstitute Österreichs vor. Ordenstag Innsbruck: Für einen „zukunftsorientierten Lebensstil“Zu einem „zukunftsorientierten“ und von „einer größeren Hoffnung“ geprägten Lebensstil hat der frühere Leiter der Katholischen Sozialakademie Österreichs (ksoe), P. Dr. Alois Riedlsperger SJ, beim Ordenstag der Diözese Innsbruck am 8. Oktober 2009 aufgerufen. Die Ordensleute müssten bereit sein, sich an den Freuden und Problemen der Mitmenschen zu orientieren und sich davon herausfordern lassen. Geprägt von den „Grunderfahrungen des Glaubens“, sei es Aufgabe der Ordensleute, sich bewusst in die „Schicksalsgemeinschaft“ der Menschen zu stellen und darin ihre je spezifische Aufgabe wahrzunehmen. Es gelte, durch ein Leben in Gemeinschaft und im Dienst am Menschen „Zeugnis für die Wirklichkeit Gottes“ zu geben. Geradezu eine „neue Weise des Christseins“ erschließt sich laut P. Riedlsperger „in der ökumenischen Gemeinschaft mit anderen christlichen Kirchen“ und „in den Herausforderungen zum interreligiösen Dialog“ inmitten einer Welt, „deren Zukunft bedroht ist durch Gewalt, Unrecht und Zerstörung der Schöpfung“. Zum Ordenstag waren rund 140 Ordensfrauen und -männer in das Prämonstratenserstift Wilten gekommen. In seiner Begrüßung würdigte Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer die Orden als „Hoffnungsträger“ für Kirche und Gesellschaft. Ordenssymposium der Franziskanerinnen von Vöcklabruck Anlässlich des 200. Geburtstags ihres Gründers Sebastian Schwarz luden die Franziskanerinnen von Vöcklabruck zum 16. Mai 2009 zu einem Symposium in ihr Seminarhaus St. Klara ein. Dabei setzten sich rund 90 Ordensfrauen aus verschiedenen Gemeinschaften mit dem Thema „Wozu sind Gelübde gut?“ auseinander. Sr. Ruth Pucher MC und P. Lutz Müller SJ ermunterten die Teilnehmerinnen, über eigene Erfahrungen mit den evangelischen Räten nachzudenken und sich darüber miteinander auch auszutauschen. Festgestellt wurden geschlechtsspezifische Unterschiede im Verständnis der evangelischen Räte; auch die Sicht auf Entwicklungen ihres Verständnisses im Laufe des 20. Jahrhunderts brachte zusätzliche Einblicke. In der abschließenden Podiumsdiskussion gab Abt Maximilian Neulinger OSB (Stift Lambach) aus benediktinischer Sicht Anregungen zu ihrer Gestaltung. Die Franziskanerinnen von Vöcklabruck feiern heuer den 200. Geburtstag ihres Ordensgründers. Gemeinsam mit Sr. Franziska Wimmer hatte der Weltpriester Sebastian Schwarz 1850 die Gemeinschaft der Franziskanerinnen von Vöcklabruck gegründet. In selbstloser Weise sollten sich die Schwestern der Kinder und Jugendlichen sowie armer, alter und kranker Menschen annehmen. Heute verwirklichen die Schwestern ihren Ordensauftrag in Österreich, in den USA, in Deutschland und in Kasachstan. Kooperation Theologische Fakultät Graz - FranziskanerZwischen dem Franziskanerorden und der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz gibt es eine neue Kooperation. Unter dem Arbeitstitel „Traditio franciscana“ wird ab dem Wintersemester 2009/10 jedes Jahr eine Vorlesung oder ein Seminar mit einem franziskanischen Schwerpunkt angeboten. Anlässlich der neuen Kooperation und als Beitrag zum 800-Jahr-Jubiläum des Franziskanerordens fand am 2. und 3. Oktober 2009 zum Thema „Erinnerung und Prophetie. 800 Jahre franziskanisches Leben: Wirkungsgeschichte und aktuelle Impulse“ ein erstes Symposium statt. Der Dekan der Fakultät, Hans-Ferdinand Angel, sieht in der Kooperation einen doppelten Nutzen. Einerseits werde damit die Fakultät zu einem Lernort spirituellen Lebens. Andererseits könne diese gelebte Spiritualität auch wissenschaftlich reflektiert werden. Es gebe eine Fülle an franziskanischen Themen, die faszinierend seien: Stadtmission, das Gespräch mit Muslimen oder die Frage, wie man als junger Franziskaner franziskanische Spiritualität lerne. Außerdem müsse man an die lange wissenschaftliche Tradition der Franziskaner denken. Ein wichtiger Nebenaspekt sei, dass die Grazer Fakultät ihr Kooperationsnetzwerk mit Südosteuropa, vor allem mit Bosnien-Herzegowina, wo der Franziskanerorden stark vertreten ist, verstärke könne. 40 Jahre Arbeitsgemeinschaft der Säkularinstitute Mit einem Festakt im Kardinal-König-Haus beging die Arbeitsgemeinschaft der Säkularinstitute Österreichs ihr 40. Bestandsjubiläum. Auf Anregung des Wiener Kardinals Dr. Franz König hatte die konstituierende Sitzung am 19. Oktober 1969 stattgefunden. Mit der Konstitution „Provida Mater“ hatte die besondere Lebensform der „Säkularinstitute“ unter Papst Pius XII. am 2. Februar 1947 Anerkennung gefunden. In einer betont weltbezogenen Spiritualität sollte einerseits nichts „vom Wesenskern des Ordenslebens“ verlorengehen, andererseits die Anliegen der Laienbewegung integriert werden. Die Mitglieder der Säkularinstitute sind in unterschiedlichen gesellschaftlichen Milieus in weltlichen, manche auch in kirchlichen Berufen tätig. Sie leben allein, in ihrer Herkunftsfamilie oder in einer Wohngemeinschaft. Als Laien oder Priester nehmen sie von ihrem Standort aus – „mitten in der Welt“ – Einfluss auf Kultur und Gesellschaft. Weltweit gibt es heute über 200 Säkularinstitute mit insgesamt ca. 35.000 Mitgliedern. Der Großteil (rund 31.000 Mitglieder) gehört Frauengemeinschaften an. In Österreich gibt es neun Säkularinstitute. (Weitere Informationen: www.saekularinstitute.at .) Päpstliche Hochschule in Trumau eröffnetKardinal Dr. Christoph Schönborn OP eröffnete am 10. Oktober 2009 in Trumau bei Wien den neuen Standort des Päpstlichen Internationalen Theologischen Instituts (ITI). Die theologische Hochschule, deren Schwerpunkte in den Bereichen Ehe und Familie und den Ost-West-Beziehungen liegen, ist von der Kartause Gaming in das Schloss Trumau im Bezirk Baden übersiedelt. An dem neuen Standort kann das ITI doppelt so viele Ausbildungsplätze wie bisher anbieten; im Vollausbau sollen es bis zu 120 sein. Angeboten werden ein staatlich anerkanntes fünfjähriges Theologiestudium und neben einem Lizentiat und Doktorat ein Masterstudium mit dem Schwerpunkt Ehe und Familie. Das Internationalen Theologischen Institut wurde 1996 auf Initiative von Papst Johannes Paul II. gegründet, um jungen Menschen (vor allem aus Mittel- und Osteuropa) eine umfassende theologische Bildung mit dem Schwerpunkt Ehe und Familie zu ermöglichen. Durch seine Internationalität erfüllt das ITI auch eine Brückenfunktion im neuen Europa. Bisher haben 170 Theologen die ITI-Studien absolviert, die aus 17 verschiedenen Nationen kamen, u. a. aus dem osteuropäischen und amerikanischen Raum, aber auch aus China und Afrika. Die Lehrveranstaltungen werden auf Englisch abgehalten. AuszeichnungenEhrendoktorat für Bischof Erwin KräutlerDer austro-brasilianische Bischof Erwin Kräutler CPPS wurde am 7. Oktober 2009 mit dem Ehrendoktorat der Theologischen Fakultät der Universität Salzburg ausgezeichnet. Gewürdigt wurde damit sein Einsatz für soziale Gerechtigkeit und sein vehementes Eintreten für die „Option für die Armen“. Seit Jahren setzt sich der gebürtige Vorarlberger in seiner Prälatur Xingu in Brasilien trotz akuter Bedrohungen an Leib und Leben für die Rechte von Kleinbauern und Indios und die Bewahrung der Schöpfung ein. Erwin Kräutler hatte in Salzburg Anfang der Sechzigerjahre Theologie und Philosophie studiert, nachdem er 1958 in die Kongregation der Missionare vom Kostbaren Blut eingetreten war. 1965 wurde er im Salzburger Dom zum Priester geweiht. Mit 26 Jahren zog er als Missionar ins brasilianische Amazonasgebiet. Dort lernte er bald die Armut kennen, die „gemacht wurde“. Besonders berührt habe ihn die Situation der Indios: „Sie hatten kaum Rechte, ihr Dasein wurde nicht akzeptiert. Ich konnte die Augen davor nicht verschließen und habe mich aus dem Evangelium heraus auf die Seite der Armen gestellt.“ Bischof Kräutler berichtete, dass die Rechte der Indios zwar seit 1988 - maßgeblich auch durch den Einsatz der katholischen Kirche - offiziell in der Verfassung Brasiliens verankert sind; die Realität sehe aber anders aus. In seiner Diözese betreut er gemeinsam mit 30 Priestern rund 800 Basisgemeinden. Stift Admont „OscART“-Preisträger 2009Für besondere Leistungen im Museumswesen wurde das obersteirische Benediktinerstift Admont am 6. Oktober 2009 mit dem „OscART 2009“ ausgezeichnet. Damit werden Personen und Institutionen gewürdigt, „die mit ihrer langjährigen und beispielhaften Tätigkeit bedeutende Impulse in Kunst, Kunstvermittlung und Kunstsammeln gesetzt haben“. Seit 2003 beherbergt das Stift neben der größten Klosterbibliothek der Welt ein einzigartiges Universalmuseum. Seit 1997 widmet das Benediktinerstift seine Aufmerksamkeit besonders der zeitgenössischen Kunst und arbeitet kontinuierlich am Aufbau einer Sammlung von Gegenwartskunst, vor allem aus Österreich. Mittlerweile umfasst sie Werke von rund 150 Künstlern der jüngeren und mittleren Generation sowie größere Werkgruppen ausgewählter Künstler. Ein besonderer Schatz ist auch der älteste Teil des Museums im Benediktinerstift Admont, das naturhistorische Museum mit einem gewaltigen Umfang von Exponaten aller drei traditionellen Naturreiche Fauna, Flora und Mineralien. Das kunsthistorische Stiftsmuseum birgt bedeutende Objekte von der Romanik bis zum Barock, wie Glasgemälde, Tafelbilder, Skulpturen, Gemälde und Zimelien (wertvolle alte Schriften und Drucke). Die Vermittlung und das Erfassen von Kunst mit allen Sinnesorganen ist dem Benediktinerstift besonders wichtig. So präsentiert das Museum für Gegenwartskunst speziell für Blinde und Sehbehinderte, aber auch für Sehende in Auftrag gegebene multimediale Skulpturen, die jenseits der visuellen Erfahrungswelt sinnliche Zugänge ermöglichen. Missionsbischof Hermann Raich verstorbenDer aus Österreich gebürtige Missionsbischof Hermann Raich SVD starb am 9. Oktober 2009 in Wabag im Hochland Neuguineas nach längerer Krankheit und wurde am 14. Oktober in seiner Wahlheimat Papua-Neuguinea beigesetzt. Der 1934 in Jerzens in Tirol geborene Hermann Raich trat 1955 in St. Gabriel in die Gesellschaft des Göttlichen Wortes (Steyler Missionare) ein. Zwei seiner Schwestern wurden Missionsschwestern, zwei Brüder schlossen sich ebenfalls den Steyler Missionaren an. 1962 wurde er zum Priester geweiht und brach im März 1964 nach Papua-Neuguinea auf. In der Provinz Enga betreute er 16 Jahre lang eine Pfarre. 1980 zog er nach Sangurap in Wabag und wurde 1982 zum ersten Bischof der von Mount Hagen abgetrennten Diözese Wabag ernannt. Aus gesundheitlichen Gründen reichte er im August 2008 seinen Rücktritt ein. KRANKENREFERATSr. Josefa Michelitsch ausgezeichnetSr. Josefa Michelitsch, Ordensfrau aus der Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul in Wien-Gumpendorf und Geschäftsführerin der Vinzenz-Gruppe, wurde am 6. Oktober 2009 von Sozialminister Rudolf Hundstorfer mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet. Sr. Josefa habe sehr viel dazu beigetragen, dass die Ordenskrankenhäuser einen unverzichtbaren Platz in der Gesundheitsversorgung eingenommen haben. Unter Leitung von Sr. Josefa und Dr. Michael Heinisch entwickelte die Vinzenz-Gruppe ein umfassendes medizinisches und pflegerisches Qualitätsmanagement. Überregional bekannt ist auch die Wertearbeit des Spitalskonzerns, um den Patienten und Patientinnen eine besondere Qualität in der Zuwendung spürbar werden zu lassen. Der von verschiedenen Ordensgemeinschaften getragenen Vinzenz-Gruppe gehören sieben Krankenhäuser in Wien und Oberösterreich mit 5.000 Beschäftigten und rund 2.200 Betten an. Ordensspitäler als Bollwerke für die MenschenwürdeAls „Bollwerke für das Leben und die Würde des Menschen“ hat der Wiener Domdekan Karl Rühringer die Ordensspitäler in Österreich beim traditionellen Festgottesdienst der Wiener Ordensspitäler am 2. Oktober 2009 im Stephansdom gewürdigt. Stellvertretend für die 3.200 Mitarbeiter der Wiener Ordenskrankenhäuser dankte Rühringer den hunderten anwesenden Ordensleuten, Ärzten, Krankenschwestern, Pflegebediensten und Verwaltungsmitarbeitern für ihren Einsatz für die Würde der Patienten. Ihr Tun mache die Kirche glaubwürdig vor den Menschen unserer Zeit. Die richtige Antwort auf Leid, Krankheit und Sterben sei die in den Ordensspitälern praktizierte Zuwendung zu den Menschen. Die acht Ordenskrankenhäuser Wiens zählen zu den hundert größten Arbeitgebern Wiens. Statistisch wird derzeit jeder siebente Wiener Patient in einem Ordensspital medizinisch versorgt. Rechnungshof bestätigt: Ordensspitäler sind effizienterOrdensspitäler wirtschaften deutlich effizienter als Krankenhäuser der Bundesländer, Gemeinden und sonstiger Träger. Das hat ein vertraulicher Bericht des Rechnungshofs vom Oktober 2009 erneut bestätigt. Konkret verglichen die Rechnungshofprüfer die orthopädischen Abteilungen zweier Spitäler des Wiener Krankenanstaltenverbundes (SMZ-Ost und Otto-Wagner-Spital) mit der Orthopädie-Abteilung des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern in Wien. Dabei schnitt das Ordensspital in Sachen Effizienz deutlich besser ab. Demnach konnte die orthopädische Abteilung bei den Barmherzigen Schwestern im Gegensatz zu den städtischen Spitälern mit einer „hohen Leistungsintensität bei gleichzeitig effizientem Kostenmanagement ein positives Ergebnis erwirtschaften“, wie es in dem Bericht heißt. So sei beispielsweise die Planung von Operationen im Ordensspital auf besonders hohem organisatorischen Niveau, gleichzeitig lägen die Kosten einzelner Tätigkeiten, wie etwa einer Instrumenten-Sterilisierung, deutlich unter dem Niveau der anderen Krankenhäuser. Auch die medizinische Qualitätssicherung und „Fehlermeldekultur“ sei bei den Barmherzigen Schwestern „gut entwickelt“. Die Befunde des Rechnungshofs decken sich auch mit einer umfassenden Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS) aus dem Jahr 2008. Die Ordenskrankenhäuser stellen rund 20 Prozent der Spitalsbetten in Österreich. Ordensspitäler fordern GleichbehandlungDie österreichischen Ordensspitäler kritisierten bei einer Pressekonferenz am 21. Oktober 2009 in Wien erneut ihre Benachteiligung bei der Krankenhausfinanzierung. Die Ordenskrankenhäuser hätten für den laufenden Betrieb und notwendige Investitionen in den vergangenen zehn Jahren rund 300 Millionen Euro aus der eigenen Tasche aufgebracht, rechnete P. Leonhard Gregotsch MI vor. Obwohl die konfessionellen Krankenhäuser gemeinnützig arbeiteten und einen öffentlichen Versorgungsauftrag erfüllten, erhielten sie nicht die gleichen finanziellen Vergütungen wie öffentlich-rechtliche Spitäler, kritisierte der Leiter der Arbeitsgemeinschaft der Ordensspitäler Österreichs. Hauptproblem sei das geltende System der Krankenhausfinanzierung. Es sei „nicht einzusehen“, dass bei landes- oder gemeindeeigenen Krankenhäusern am Ende der Steuerzahler das Minus abdeckt, während Ordensspitäler die Summen selbst aus Eigenmitteln, Spenden und Krediten aufbringen müssen. 130 Millionen Euro haben die Orden seit 1998 zum laufenden Betrieb ihrer Spitäler zugeschossen, weitere 150 bis 170 Millionen Euro trugen sie zu Investitionen in Gebäudeerhaltung und -ausbau sowie in medizinisch-technische Geräte bei. Das ließe sich auf Dauer nicht durchhalten. Im Schnitt wird in Österreich jeder fünfte Patient in einem Ordensspital betreut. Mit 10.000 Spitalsbetten sind die Ordenskrankenhäuser zusammengenommen knapp vor der Gemeinde Wien der größte Spitalsbetreiber in Österreich. MISSIONSREFERAT84 Millionen Euro für die Armen84 Millionen Euro für die Ärmsten der Armen haben die kirchlichen Entwicklungshilfe-Organisationen im Jahr 2008 aufgewendet. Damit wurden 3.483 Projekte in rund hundert Ländern der Welt unterstützt, wie aus dem Jahresbericht 2008 der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO) hervorgeht. Dabei sind die Mittel der Orden um 162.000 Euro auf 7,6 Millionen Euro gestiegen (Männerorden 5,5 Millionen, Frauenorden 2,1 Millionen Euro). Zurückgegangen sind hingegen die öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (EZA), und zwar um ein Viertel: von 21,8 im Jahr 2007 auf 16,4 Millionen Euro 2008. Heinz Hödl, Geschäftsführer der Koordinierungsstelle, forderte eine deutliche Steigerung der staatlichen EZA-Mittel. Die Rahmenbedingungen für NGOs in diesem Bereich und insbesondere für die kirchlichen Organisationen müssten verbessert werden, zumal diese bei ihrer Arbeit auf lokale kirchliche Strukturen zurückgreifen könnten „und so Hilfe leisten, die direkt bei den Menschen ankommt“. Mitglieder sind der KOO sind neben den Missionsorden die Dreikönigsaktion, „Missio“, die Afro-Asiatischen Institute, die Welthaus-Organisationen, Horizont3000, die Katholische Frauen- sowie die Männerbewegung, die Katholische Jugend und der Verein der Salesianer Don Boscos, Jugend Eine Welt. HINWEISE„Voices of God“ - Kärntner Mönche produzieren CD Im Hinblick auf die Anschaffung einer neuen Orgel haben die Mönche des Kärntner Benediktinerstifts St. Paul im Lavanttal jetzt eine CD mit ihren modern vertonten Vespergesängen aufgenommen. Unter dem Titel „Voices of God - Die Kiang-Gesänge der Benediktiner/Stift St. Paul im Lavanttal“ sind u. a. die Gebete der Paulus-Vesper in neuen Arrangements zu hören. Neben den Stimmen von zwölf Mönchen erklingen Saxophon und Klavier ebenso wie Orgel und Stiftsglocke. „Wir wollen das, was wir täglich beten und singen, der Öffentlichkeit bewusst machen, vor allem der Jugend“, so Abt Heinrich Ferenczy OSB. Heiligenkreuz: Buch über den „Gesang der Mönche“Die Faszination und das Geheimnis des Gregorianischen Chorals will P. Dr. Karl Wallner OCist vom niederösterreichischen Stift Heiligenkreuz mit seinem neuen Buch „Der Gesang der Mönche“ (Irisana-Verlag) einem breiten Publikum näher bringen. Nach dem großen Erfolg der CD „Chant - Music for Paradise“ liefert P. Wallner mit dem Buch eine fundierte Information rund um den Gregorianischen Choral. Er schreibt über das Leben der Mönche in Heiligenkreuz wie auch über die Geschichte des Gregorianischen Chorals und darüber, was die Heiligenkreuzer Gemeinschaft mit dem liturgischen Gesang im Innersten verbindet. Als er persönlich mit 17 Jahren erstmals mit dem Gregorianischen Choral in Heiligenkreuz in Berührung kam, habe er ihn als „etwas Langweiliges, ja Entsetzliches“ erlebt, so P. Wallner. Inzwischen schöpfe er sehr viel Kraft aus diesem gesungenen Gebet, ohne das er seine Spiritualität nicht so fruchtbar leben könnte. Der Gregorianische Choral sei keine „Fast-Food-Musik“, sondern nachhaltige spirituelle Nahrung und Kraft. An ihr würden auch immer mehr Jugendliche Gefallen finden. |