| Meldungen - Dezember 2009 |
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Generalkapitel der Comboni-Missionare in Rom
P. Teresino Serra MCCJ, der scheidende Generalobere, konzentrierte seinen Bericht auf drei Aspekte: Neugründung, Neuqualifizierung und Neuprogrammierung der Kongregation. Merkmal der Arbeit in Afrika, dem ursprünglichen Einsatzort der Gemeinschaft, die „Afrika durch Afrikaner missionieren“ wollte, ist weiterhin die Erstevangelisierung. Andererseits ist Afrika inzwischen zur Hauptquelle der Berufungen für die Kongregation geworden, die sich im Übergang befindet von einer vorwiegend europäischen Identität hin zu einer immer internationaler geprägten. Missionarische Animation, Gerechtigkeit und Frieden sowie eine beachtliche Präsenz an den Brennpunkten großer sozialer Not waren die Hauptpunkte des Berichts aus dem amerikanischen Kontinent. In Asien gibt es ca. 20 Comboni-Missionare, und zwar auf den Philippinen, in Macao und Taiwan. Sie alle sind auf dem bevölkerungsreichsten Kontinent der Erde in die evangelische Verkündung eingebunden. Europa bringt hingegen heute nur noch wenige Berufe hervor, während die Zahl der alten und kranken Missionare wächst. Dennoch hoffen die europäischen Provinzen, neue Wege für die Verwirklichung des combonianischen Charismas zu finden: missionarische Animation mit voller Eingliederung in die europäischen Ortskirchen und eine dem entsprechende Zusammenarbeit, Internationalisierung der Gemeinschaften und ein stärkeres Engagement für Flüchtlinge. 400 Jahre Mary-Ward-SchwesternMit einer internationalen Rom-Wallfahrt vom 4. bis 9. Oktober 2009 begann die Veranstaltungsreihe zum 400-Jahr-Jubiläum der Congregatio Jesu (Mary-Ward-Schwestern, Englische Fräulein). Mehr als tausend Schwestern und Gäste aus 39 Ländern nahmen daran teil. Am Beginn stand eine Feier auf der Piazza del Popolo in Rom. Eine Gruppe von Pilgerinnen aus Deutschland und Österreich spielte den Einzug der Ordensgründerin Mary Ward (1585-1645) im Rom des Jahres 1621 in historischen Kostümen nach. Weitere Veranstaltungspunkte waren ein Symposion über Mary Ward sowie ein Konzert. Von den weltweit 1.929 Mary-Ward-Schwestern gehören 553 der jüngst gegründeten Mitteleuropäischen Provinz an. In Österreich gibt es Niederlassungen in Wien, Krems und St. Pölten. Die Gründerin Mary Ward war ihrer Zeit voraus. Ihre Ideen fanden seitens der Kirche starken Widerstand, denn ein apostolisches Wirken von Ordensfrauen außerhalb der Klausur war damals nicht vorstellbar. So wurde 22 Jahre nach der Gründung, 1631, die Ordensgemeinschaft von Papst Urban VIII. aufgelöst. Die Anerkennung erfolgte nur schrittweise: 1877 erhielt das Ordensinstitut wiederum die päpstliche Anerkennung. Seit 1909 durfte Mary Ward als Gründerin genannt werden und 2004 übernahm die Kongregation entsprechend dem Willen der Gründerin in vollem Umfang die Konstitution des Jesuitenordens. Analog zu den Jesuiten („Societas Jesu“) nennen sich die Schwestern heute „Congregatio Jesu“. Benediktiner seit 100 Jahren in Korea präsentIn der Abtei Waegwan, mit 136 Mönchen die größte Gemeinschaft ganz Asiens, feierten die Benediktiner vom 19. bis 25. September 2009 ihre hundertjährige Präsenz in Korea. Aus diesem Anlass fand unter Vorsitz von Abt-Primas Notker Wolf OSB eine Synode der Benediktinerkonföderation statt, an der auch Abt Christian Haidinger OSB vom Stift Altenburg teilnahm. Die Abtei Waegwan gehört zur Kongregation der Missionsbenediktiner von St. Ottilien. Mönche aus St. Ottilien hatten 1909 – noch unter japanischer Herrschaft - das erste Benediktinerkloster im „Land der Morgenstille“ in Tokwon gegründet. Tokwon liegt im Norden Koreas, wo die kommunistischen Behörden im Mai 1949 alle Klöster aufgehoben hatte. Die Mönche flüchteten und gründeten in Waegwan im Süden des Landes ein neues Kloster. Dieses wurde am 5. April 2007 durch ein Großfeuer zur Hälfte zerstört. Im Lauf der Jubiläumsfeiern konnte jetzt die neu errichtete Abteikirche wieder eingeweiht werden. 50. Gründungsjubiläum der Jesuitenmission in SimbabweDie einstige deutsche Jesuitenmission Sinoia, heute Diözese Sinoia/Chinhoyi im Norden Simbabwes, feiert im September 2009 ihr 50-jähriges Gründungsjubiläum. Am 8. September 1959 hatte der Generalobere der Jesuiten die Mission Sinoia/Chinhoyi der damaligen Ostdeutschen Ordensprovinz der Jesuiten (1931-1977) anvertraut. Später wurde die Mission in die Provinz Simbabwe eingegliedert und durch Jesuiten aus anderen Ordensprovinzen verstärkt. Die missionarische Initiative einer Gruppe von jungen Jesuiten in der damaligen Kirchenprovinz Salisbury (heute Harare) führte zur Gründung der Apostolischen Präfektur im Jahr 1974, die 1985 in den Rang einer Diözese erhoben wurde. Heute zählt die von Bischof Dieter Scholz SJ geleitete Diözese Sinoia/Cinhoyi 26 einheimische Diözesanpriester und 18 Pfarren. Auch mehrere Krankenhäuser und Schulen befinden sich in Trägerschaft der Diözese. Ordensmann und Menschenrechtskämpfer auf den Philippinen ermordetP. Cedilio Lucero, Leiter des Menschenrechtsbüros der Diözese Catarman auf der philippinischen Insel Samar, wurde am 6. September 2009 ermordet. Wie die Polizei bekannt gab, wurde der Priester mit seinem Auto in einen Hinterhalt gelockt und erschossen. Zwei Mitfahrende wurden dabei schwer verletzt. P. Lucero war Pfarrer in Catubig und für seinen Einsatz für Arme und seinen Kampf für die Menschenrechte bekannt. In der Region Nord-Samar kommt es immer wieder zur Ermordung von Journalisten oder Sozialarbeitern, die es wagen, ihre Stimme zum Schutz der Menschenrechte zu erheben oder auf Korruptionsfälle hinzuweisen. Allein in den vergangenen sechs Monaten gab es 18 solcher Morde. Kurienkardinal Franc Rodé 75Der Präfekt der Ordenskongregation, Kardinal Franc Rodé CM, beging am 23. September 2009 seinen 75. Geburtstag. 1981 hatte der Lazarist seinen Dienst im Vatikan im später mit dem päpstlichen Kultur-Rat zusammengelegten Sekretariat für die Nichtglaubenden begonnen. 1997 ernannte ihn Johannes Paul II. zum Erzbischof der slowenischen Hauptstadt Laibach (Ljubljana). 2004 kehrte Rodé als Präfekt der Ordenskongregation in den Vatikan zurück und wurde 2006 zum Kardinal ernannt. Rodé war mit seinen Eltern am Ende des Zweiten Weltkriegs vor den Titoisten aus Slowenien nach Österreich geflüchtet, wo er drei Jahre verbrachte. Anschließend emigrierte die Familie nach Argentinien. In Buenos Aires trat er 1952 dem Missionsorden der Lazaristen bei und ging zum Studium nach Rom und Paris. 1960 wurde er zum Priester geweiht. Auf Wunsch seines Ordensoberen kehrte er 1965 in das damalige Jugoslawien zurück, wo er zunächst in der Pfarrseelsorge tätig war und später Leitungsaufgaben in seinem Orden übernahm. Die „Mutter der Leprakranken“, Sr. Ruth Pfau, wurde 80.Die deutsche Ordensfrau Sr. Ruth Pfau, in Pakistan „Mutter der Leprakranken“ genannt, feierte am 9. September 2009 ihren 80. Geburtstag. 1980 hatte die Regierung Pakistans sie zur Beraterin für das Lepra- und Tuberkulose-Programm ernannt und ihr den Status einer Staatssekretärin gegeben. Geboren 1929 in Leipzig, kam Ruth Pfau nach Kriegsende nach Westdeutschland und studierte Medizin. Im Alter von 22 ließ sie sich in der evangelischen Kirche taufen, konvertierte aber wenig später zur katholischen Kirche. 1957 trat sie in die Gemeinschaft der Töchter vom Herzen Mariä ein und begann 1960 ihre Arbeit als Lepraärztin in den Elendsquartieren von Karachi. Das heute weltweit angesehene „Marie Adelaide Leprosy Centre“ ist ihr Werk. Die Klinik wurde zum Ausgangspunkt für den Aufbau eines dichten Netzes von Ambulanzen in ganz Pakistan. Mehrere Hundert Helfer tragen dazu bei, die Lepra, Augenkrankheiten und Tuberkulose bis ins kleinste Dorf zu bekämpfen. Hinzu kamen nach und nach Gesundheitserziehung, Vorsorge und die Resozialisierung Geheilter. In Pakistan ist die Zahl der Neuerkrankungen pro Jahr auf rund 440 zurückgegangen. Damian de Veuster, der „Apostel der Leprakranken“, heilig gesprochenP. Damian de Veuster (1840-1889) aus der Kongregation der Heiligsten Herzen (Arnsteiner Patres), allgemein als „Apostel der Leprakranken“ bekannt, wurde am 11. Oktober 2009 von Papst Benedikt XVI. in Rom heilig gesprochen werden. Josef (später: Pater Damian) de Veuster wurde 1840 in Tremelo in der Diözese Malines (Belgien) geboren. 1859 folgte er seinem Bruder August in die Gesellschaft der Heiligsten Herzen Jesu und Mariä nach Lovanio. In Lovanio und Paris machte er das Noviziat, aber nach zwei Jahren fühlte er sich unerwartet zur Ozeanienmission hingezogen. Als sein Bruder, der als Missiona für Hawaii bestimmt war, krank wurde, bot sich Pater Damian an, seine Stelle einzunehmen. Neun Jahre lang übte er seinen Dienst auf der großen Insel Hawaii aus. In Antwort auf den Aufruf des Bischofs, der Priester suchte, die abwechselnd die Seelsorge unter den Aussätzigen von Molokai übernehmen sollten, meldete sich P. Damian freiwillig. Am 10. Mai 1873 kam er auf der Insel Molokai an. P. Damian infizierte sich selbst und starb als Opfer der Lepra am 15. April 1889 in Molokai. 1954 führte Raoul Foltereau, bewegt vom Zeugnis Pater Damians, den jährlichen „Welttag der Leprakranken“ ein. Die katholische Kirche betreibt heute auf der Welt insgesamt 521 Leprastationen: 186 in Afrika, 38 in Amerika, 293 in Asien, 3 in Europa, 1 in Ozeanien. Mönchtum als „Hochspannungs-Christentum“Das Mönchtum und die monastische Lebensweise seien kein Auslaufmodell, sondern stellten eine Art „Hochspannungs-Christentum“ dar. Das betonte der Patrologe und Kirchenhistoriker Mark Sheridan, Rektor des Pontificio Ateneo Sant’Anselmo in Rom, bei der Tagung der „Initiative Christlicher Orient“ (ICO) am 15. September 2009 in Salzburg. Das Gesamtthema der Tagung lautete: „Das Christentum am Nil - Zur Lage der koptischen Christen in Ägypten.“ Sheridan referierte über die „Rolle des Mönchtums in der ägyptischen Kirche“. Demnach lasse sich dessen Entstehung und rasanter Aufstieg im 4. Jahrhundert als Folge der „Konstantinischen Wende“ verstehen, durch die das Christentum unter dem spätrömischen Kaiser Konstantin dem Großen volle Freiheit erhielt und zugleich eng mit dem Staat verbunden wurde. Zu dieser wachsenden Verflechtung des Christentums mit dem Staat habe das Mönchtum eine Gegenbewegung gebildet. Maßgeblich für die Entwicklung des Mönchtums war der hl. Athanasius (298-373 n. Chr.), der Bischof von Alexandrien. Mit seiner hagiographischen Schrift über das Leben des Wüstenvaters Antonius „Vita Antonii“ habe er der Entwicklung des Mönchtums wichtige und bis heute wirksame Impulse gegeben. So gingen die beiden zentralen Charakteristika des Mönchtums - „askesis“ (Übung, Disziplin) und „prosoche“ (Aufmerksamkeit) - auf Athanasius zurück. Wenn das Mönchtum in der heutigen Renaissance des koptischen Christentums in Ägypten eine zentrale Rolle spielt, so nicht zuletzt auf Grund dieser Geschichte, die das Mönchtum zu einem christlichen „Kontra-Punkt“ habe werden lassen. P. von Gemmingen verlässt Radio VatikanNach fast drei Jahrzehnten an der Spitze der deutschsprachigen Abteilung von Radio Vatikan beendete der Jesuit P. Eberhard von Gemmingen Mitte Oktober 2009 seine Arbeit für den päpstlichen Sender. Sein Nachfolger P. Bernd Hagenkord SJ tritt am 1. November sein Amt an. P. Gemmingen zählt zu den prominentesten Vatikanbeobachtern im deutschsprachigen Raum. Einem breiteren Publikum wurde er durch seine Fernsehauftritte auch im Österreichischen Fernsehen bekannt. Eberhard von Gemmingen wurde 1936 im badischen Bad Rappenau geboren. 1957 trat er in den Jesuitenorden ein und studierte anschließend in Innsbruck, Tübingen und Pullach bei München Theologie und Philosophie. 1968 wurde er zum Priester geweiht. Neben seinem sozial- und entwicklungspolitischen Engagement übernahm er in den folgenden Jahren verschiedene Funktionen innerhalb seines Ordens. 1980 berief die Deutsche Bischofskonferenz P. Gemmingen zum katholischen Fernsehbeauftragten beim ZDF. Zwei Jahre später ging der Jesuit als Leiter der deutschsprachigen Abteilung von „Radio Vatikan“ nach Rom. Künftig wird der 73-Jährige als Nachfolger von P. Eugen Hillengass die Spendenzentrale seines Ordens in München leiten.
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| Letzte Aktualisierung ( Samstag, 05. Dezember 2009 ) |



Am 6. September 2009 wurde das 17. Generalkapitel der Comboni-Missionare in Rom eröffnet. Die 72 Delegierten und elf Beobachter beschäftigten sich mit der Situation der Kongregation und ihrer gewandelten missionarischen Aufgabe. 


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